DAS FACHBUCH VON WOLFGANG LENZE
Fachwerkhaus
Sanierung
Fachwerkhaus Sanierung beginnt mit Wissen. Das Buch für alle, die historische Substanz erhalten und zeitgemäß wohnen möchten.
Fachwerkhaus Sanierung
Das Alte verstehen,
das Gute bewahren
Fachwerkhäuser besitzen ein tragendes Gerüst aus Holzbalken. Die Zwischenräume – die Gefache – werden beispielsweise mit Lehm oder Mauerwerk gefüllt. Wer ein Fachwerkhaus sanieren oder renovieren möchte, sollte zuerst seine Fachwerkkonstruktion und die Ursachen vorhandener Schäden verstehen.
Das Fachwerkhaus-Buch von Wolfgang Lenze begleitet Sie dabei: von der Bestandsaufnahme über die Fachwerkkonstruktion und Ausfachungen bis zu Innendämmung, Dach und Oberflächen. Es erklärt Materialien und Verfahren für eine dauerhafte Instandsetzung auf historischer Grundlage.
Fachwerk restaurieren heißt, vorhandene Substanz sorgfältig zu erhalten und passende Lösungen für heutige Wohnansprüche zu finden. Die kostenlosen Leseproben zur Fachwerkhaussanierung geben einen ersten Einblick in diese Arbeit.
Den Autor kennenlernenEin Haus – viele Fragen
Das passende Wissen
Jedes Bauteil erzählt eine Geschichte.
Wählen Sie einen Bereich und entdecken Sie die Leseproben aus dem Buch.
Das Gerüst, das alles trägt
Ständer, Schwellen und Riegel bilden das Tragwerk. Lernen Sie die Konstruktion kennen und erfahren Sie, wie Schäden entstehen.
Alle Themen und Leseproben anzeigen
- Was ist ein Fachwerkhaus?
- Zur Geschichte des Fachwerkhauses
- Verloren gegangenes Wissen und Nachschulung
- Das typische Fachwerkhaus
- Schäden und Ursachen
- Welcher Qualitätsstandard soll bei der Kellersanierung erreicht werden?
- Der Fußbodenaufbau
- Der Anschluss von Bodenaufbau und Innenwandfundament
- Feuchtesanierung des Fundaments in Verbindung mit dem Schwellbalken
- Die Fachwerkkonstruktion
- Die Ständervorderseite weist mehrere tief gehende Faulstellen auf
- Ausbau mit Stakung
- Dämmung mit Strohleichtlehmsteinen
- Die Verputzarbeiten
- Der Dachstuhl
- Der Dachausbau
- Hinweise zur Fensterausschreibung
- Maler- und Anstricharbeiten
- Verlegen der Wandfliesen auf Lehmputzuntergrund

BAUKULTUR BEWAHREN
Fachwerkhäuser erzählen Geschichte
Vom einfachen Pfostenbau bis zum kunstvoll verzierten Bürgerhaus: Die Geschichte des Fachwerkhauses ist auch eine Geschichte des Handwerks. Jede Epoche hat ihre Spuren in Konstruktion, Material und Gestaltung hinterlassen.
Wer ein Fachwerkhaus renovieren möchte, begegnet diesem Wissen ganz praktisch. Ein Blick auf die Baugeschichte hilft, vorhandene Bauteile einzuordnen und den Charakter eines Hauses zu bewahren.
Die Geschichte des Fachwerkhauses lesen
Das Fachwerkhaus hat eine lange Geschichte, die in Deutschland und fast allen anderen Ländern des nördlichen Europas vermutlich bis ins 5. und 6.Jh. n. Chr. zurückgeht. Kleine Pfahl- und Pfostenhäuser mit Weidengeflecht und Lehmbewurf waren seine Vorgänger.
Die Entwicklung schritt schnell voran. Bereits im frühen Mittelalter entstanden mehrgeschossige Fachwerkbauten. Neben den massiven Bruchsteinburgen der Bischöfe, Fürsten und Ritter war das Fachwerkhaus die übliche und am weitesten verbreitete Hausform.
Zu seiner höchsten Blüte gelangte der Fachwerkbau im 13.Jh. Sie währte bis ins 16.Jh. hinein. Überall entstanden kunstvoll verzierte Patrizierhäuser mit profilierten und mit feinem Schnitzwerk überzogenen Balken, mit wunderbaren Flecht- und Schmuckfachwerken. Häuser, die mitunter sieben bis acht Stockwerke hoch waren. Eine Blütezeit erlebten auch der Handel und das Handwerk. Es war die Zeit der Hanse. Damals wurde auch mit dem Bau der großen Kathedralen begonnen, wie z.B. mit dem Kölner Dom.
Mit Beginn des 30-jährigen Krieges, im Jahre 1618, war diese Epoche endgültig vorbei. Nach diesem Krieg, in den fast ganz Nordeuropa verwickelt war, begann eine zögerliche Aufbauphase. Die Fachwerkkonstruktionen wurden einfacher und sachlicher. Man baute mit geringeren Balkenquerschnitten. Die Ständer, Pfosten und Riegel lagen weiter auseinander, Verzierungen gab es nur wenige. Man musste sparen, vor allem beim Bauholz.
Im 18. und 19.Jh. wurden die Balkenquerschnitte weiter reduziert. Die Konstruktionen blieben dennoch stabil und dauerhaft. Die meisten der bis heute erhaltenen Fachwerkbauten stammen aus dieser Zeit. Erst zum Ende des 19.Jh. und mit dem beginnenden 20.Jh. wurde auch in Norddeutschland neben der Eiche, dem eigentlichen Fachwerk-Baumaterial, Nadelholz mit sehr geringen Balkenquerschnitten verwendet. Zuerst nur für die Innenwände, bald aber auch für die Außenwände.
Die Zeit der Fachwerkkonstruktionen war um 1925 im Großen und Ganzen zu Ende. Eiche war zu teuer, die späten Nadelholzkonstruktionen nicht dauerhaft genug. Andere Bauweisen wurden bevorzugt. Sie waren preiswerter, stabiler und boten mehr Wohnqualität.
Die Kunst der Zimmerleute, eine hochwertige Fachwerkkonstruktion zu entwerfen und zu errichten, ging nach und nach verloren. Nicht zuletzt auch wegen der zunehmenden Flut von immer neuen Bauvorschriften, in denen für das Fachwerkhaus kein Platz mehr war. Piwik End Piwik Code Cookie Sie Form

Das Fachwerkhaus-Buch
Wissen, das bleibt
Fachwerkhäuser: restaurieren, sanieren, modernisieren. Materialien und Verfahren für eine dauerhafte Instandsetzung. Ein praxisgerechtes Handbuch für Hausbesitzer und alle, die Fachwerkhäuser sanieren.
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